Geschichte des Rugby

Der Legende nach geht die Entstehung des Rugby-Sports auf einen Schüler der Rugby School zurück. William Ellis Webb soll bei einem Fußballspiel den Ball in die Hand genommen und angefangen haben zu rennen.

So weit verbreitet und bekannt diese Legende auch ist (die Siegertrophäe der Rugby Union Weltmeisterschaft heißt Webb Ellis Cup), mindestens genauso viel Zweifel besteht an dieser Geschichte.

Legende hin oder her, in den letzten zwei Jahrhunderten hat sich im Rugby viel getan. Die Rugby Union Weltmeisterschaft ist nach den Olympischen Sommerspielen und der Fußball WM das drittgrößte Sportevent der Welt.

Aber auch bei uns ist einiges passiert, vor allem in Bayern. Der Bayerische Rugby Verband ist mit über 30 Vereinen der vereinsstärkste Verband Deutschlands. Warum Rugby immer beliebter wird, hängt zum einen mit dem Spiel selbst zusammen, das für jede*n eine Spielmöglichkeit bietet, aber auch mit der zugehörigen Rugby-Kultur.

Regeln

Das Spiel ist in den Grundzügen recht simpel.

Ziel ist es, den ovalen Ball an der gegnerischen Mannschaft vorbei in deren Malfeld am Ende des Spielfeldes kontrolliert abzulegen bzw. die andere Mannschaft dabei durch Tackles zu stoppen. Ist man beim Ablegen erfolgreich, hat man einen Versuch gelegt, der das Team 5 Punkte auf der Anzeigetafel nach vorne bringt. Danach hat das Team die Möglichkeit per Erhöhungskick über die Stangen 2 weitere Punkte zu ergattern. Die andere Möglichkeit zu punkten ist ebenfalls per Kick über die Stangen, entweder nach einem Strafkick (3 Punkte) oder aus dem offenen Spiel per Sprungritt (sog. Dropkick) (3 Punkte).

Der Ball darf untereinander nur nach hinten gepasst werden, nach vorne kicken ist allerdings erlaubt. Das Erzielen von Punkten erfordert eine taktische Mannschaftsleistung die Lücken der gegnerischen Verteidigung zu erkennen und zu nutzen.

In der Defensive gilt es die*den gegnerischen Ballträger*in per Tackle aufzuhalten und zu Boden zu bringen. Hierbei ist zwar Körpereinsatz gefragt, doch ist dabei das „tacklen“ oberhalb der Schulter verboten.

Bezeichnend für den Sport ist die offene Kultur und das Gemeinsamkeitsgefühl. Ein zentraler Wert ist Respekt, vor allem gegenüber den Schiedsrichtern aber auch der anderen Mannschaft. Auf dem Spielfeld haben nur die Kapitäne*innen das Recht mit dem*der Schiedsrichter*in zu reden. Pöbeln nach einer vermeintlich falschen Entscheidung - Fehlanzeige. Und so hart es während des Spiels im Kampf um den Ball hergehen mag, nach Abpfiff wird zusammen mit der gegnerischen Mannschaft gegessen, getrunken und die Liebe zum Sport zelebriert.

Alles in allem - ein toller Mannschaftssport, bei dem jede*r Spielertyp zum Zuge kommt und gleichzeitig immer und überall eine Heimat in der Rugby Familie findet.

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